Zum Nachdenken

 

| Einleitung | Was ist passiert? | Was wollen wir? | Der Fall Nr. 1 | Fazit fürs erste... |

Mit diesem Inhalt möchten wir Interessenten zum Nachdenken bewegen, die mit dem Gedanken spielen, sich einen 'Billigbully' von einem Züchter bzw. von einem Vermehrer/Händler, zu kaufen, der weder eine nachvollziehbare Herkunft seiner Welpen nachweisen, noch notwendige gesundheitliche Untersuchungen belegen kann.
Ein gesunder Bully mit sauberer Herkunft und allen Gesundheitsnachweisen kostet seinen Preis. Er ist als Welpe NICHT für 400 - 900 Euro zu haben! Das sollte allen Interessenten klar sein. Auch bei einem Preis von 900 Euro kann man getrost stutzig werden und noch mal genau nachfragen.

Hier nun die Einleitung:
Einige von Euch (Ihnen) haben sicherlich mitbekommen, daß wir unseren kleinen Manolo während einer Gaumsegel-OP verloren haben. Die Ärzte waren entsetzt, als sie sich ihn genauer angesehen haben und wir haben Mano zu wissenschaftlichen Zwecken dort gelassen. Hintergrund ist, daß wir uns gesagt haben: Wenn dadurch Erkenntnisse gewonnen werden die andere Bullys bei einer solchen OP retten, war sein Tod wenigstens nicht umsonst.
Warum schreiben wir das alles? Nachdem es uns derart geschmerzt hat, daß wir unseren 'Dicken' verloren haben (und ich habe immer noch einen 'Kloß' im Hals wenn ich das schreibe...), haben wir uns entschlossen, zukünftig Roß und Reiter zu nennen, wenn wir erfahren, welche Züchter sich einen Dreck um Gesundheitsuntersuchungen bei Bullys scheren und auf Teufel komm raus züchten, obwohl sie nicht ausschließen können, dass ihre Hunde nicht ganz gesund sind. Wohl gemerkt: Es geht hier NUR um Erbkrankheiten oder hoch ansteckende Infektionskrankheiten wie z.B. die Parvovirose, aber auch scheinbar harmlose Erkrankungen wie Herpes. Äußerliche Fehler spielen keine Rolle. Ebenso wenig wie Notbullys. (In diesem Zusammenhang haben wir von Bullybesitzern erfahren, die einen möglicherweise nicht gesunden Bully haben und sich nicht trauen, uns anzusprechen. Deshalb hier noch mal der dringende Hinweis, daß wir natürlich sehr gerne mit Bullybesitzern in Kontakt sind, die sich unwissend einen Bully gekauft haben, von dem sie glauben, daß er nicht gesund ist !! Wir geben gerne unsere Erfahrungen weiter.)

Es ist natürlich reizvoll, mit Bullys Geld verdienen zu wollen. Dabei aber die Gesundheit gänzlich außer Acht zu lassen ist letztlich unverantwortlich und Tierquälerei.

Erst mit 1,5 Jahren wurde sichtbar, daß Manolo nicht nur Knochenprobleme hatte, sondern auch unter einem zu langen Gaumensegel litt. Die Knochen- bzw. Bändererkrankungen haben wir mit Futterumstellung und -zusätzen weitgehend in den Griff bekommen. Wir waren erstaunt, wie unser Mano mit seiner Krankheit umgegangen ist, und ebenso erstaunt, wie krank er wirklich war, und er hat es uns nicht merken lassen. Er war knapp drei Jahre alt und wir wußten natürlich um sein Handicap. Aber wir dachten es sei besser mit der OP zu warten bis er 2,5 - 3 Jahre alt ist, damit er in seiner vollen körperlichen Kraft steht und eine solche OP besser übersteht. Leider war dies die falsche Entscheidung. Aber auch der Arzt war sich nicht sicher, ob der Hund diese OP zu einem früheren Zeitpunkt überstanden hätte, da durch die ständige Unterversorgung des Herzens mit Sauerstoff (bedingt durch die häufige Atemnot durch das zu lange Gaumensegel), eine Schädigung des Herzens relativ schnell eintreten kann (Herzinsuffizienz). Soviel dazu.

Wir werden an dieser Stelle zukünftig von Züchtern berichten, die trotz erblich veranlagten Erkrankungen, wie einem zu langen Gaumensegel, Demodex, Skelettveränderungen (Patellaluxation, Keilwirbel) und und und... weiterzüchten, und kranke Bullys auf den Markt 'werfen'. Anders kann man das nicht nennen. Abgesehen davon, dass sie den Käufern keinen Gefallen tun (wir mussten es schmerzlich erfahren), werden die Bullys durch ihre Krankheit solange gequält, bis die erlösende OP - oder etwas Schlimmeres passiert.

Um es schon jetzt vorab zu sagen: Alles was wir in dieser Richtung recherchieren, werden wir hier veröffentlichen. Sollte es hier zu eigenen Mutmaßungen oder Einschätzungen unsererseits kommen, so werden wir diese als unsere GANZ EIGENEN PERSÖNLICHEN MEINUNGEN darstellen, die keinen Anspruch auf Richtigkeit erheben. Ebenso werden wir uns rechtliche absichern, ob wir bestimmte Dinge in der von uns gewünschten Offenheit schreiben dürfen oder nicht.

Jeder Bullyinteressent der das liest, soll aufgrund unserer Berichte selbst entscheiden, ob er sich solche Bullys zulegt, und von welchem Züchter. Sollte auch nur ein Interessent durch unseren Bericht davon abgehalten werden einen 'zweifelhaften' weil billigen Bully ohne Papiere oder ohne Untersuchungen der Elterntiere zu kaufen, haben wir schon erreicht, was wir wollen.

Unser Hunde stehen Hündinnen, die diese Gesundheits- und Herkunftsnachweise nicht erbringen können, als Deckrüden nicht zur Verfügung!

Alle Bullyzüchter denen die Gesundheit ihrer Hunde (was natürlich keiner zugeben wird) egal ist, haben jetzt einen Feind mehr.

  • Hier nun die ersten Ergebnisse unserer Recherchen, wir fangen an mit dem Zwinger von Manolo (Marco):
    1. Fall:
    Manolos Züchter (nähere Infos zum Zwingernamen gibts oben unter 'Manolos Ahnen') hat die Hündinnen und Welpen bei den ersten Würfen wohl noch ganz gut betreut. Und um es vorweg zu sagen: aus diesem Zwinger kamen zeitweise auch ganz tolle und gesunde Tiere. Wir vermuten, dass er dann aber festgestellt hat, dass damit Geld zu verdienen ist. Die Haltung ist nicht Frz. Bulldoggen gerecht. Sie lebten zum Teil in Zwingeranlagen ohne Decken und Streu, auf dem bloßen Boden, zum Teil gekachelt.

    2004:
    Seit dem ersten F-Wurf gab es 3-4 Würfe auf einmal. Der Züchter wurde schon damals von geneigten anderen Züchtern gebeten, das ständige Belegen einzuschränken - gelassen hat er es nicht. Die Hündinnen wurden zweimal pro Jahr belegt und wurden unserem Eindruck nach als reine Gebärmaschinen benutzt.

  • 2005:
    Bereits im Frühjahr gab es erste Totgeburten und er hat danach die Hunde impfen lassen. Aber wogegen? Denn erst im Sommer 2005 wusste er (!) dass er Parvovirose im Zwinger hat und hat die Welpen mit 6 Wochen impfen lassen. Dennoch wurden die Hündinnen weiter gedeckt. Rechtliche Probleme mit deutschen Käufer bekam er schon mit seiner Mopszucht, bei der ähnliche Dinge vorgefallen sein sollen. Er wollte sich dann von den Möpsen trennen und wollte sie für 300 Euro verschleudern. Sie waren ja schließlich krank. Am 29.04.05 hat er noch bei 'logidog' dieses Inserat aufgegeben. Die Mops-Welpen sind auf dem Foto ca. 5 Wochen alt.
    2006:
    Erst im Jahr 2006 vesuchte er, seit Ausbruch von Parvovirose 2005, seine älteren Hunde zu verkaufen (z.B. Manolos Mutter Odetta Harwortia), weil quasi keine gesunden oder lebenden Welpen mehr geboren wurden. Es existieren Bilder von toten Welpen und einer Aussage des Züchters, dass er " (...) Parvovirose im Zwinger hat und die Welpen daran gestorben sind"! Trotz dieser Aussage von ihm, hat es 9 weitere Würfe innerhalb eines Jahres gegeben. Der erste Wurf, bei dem die Krankheit schon dagewesen sein muss war der T-Wurf. Im letzten Jahr hat er trotzdem noch Welpen aus dem U- und V-Wurf nach Deutschland verkauft . Diese Hunde sind demnach Träger der Krankheit. Inzwischen gibt es einen B-Wurf (T bis B = 9 Würfe) Wenn wir richtig informiert sind, dann benötigen Züchter die im Ausland dem FCI angehören keinerlei Gesundheitsnachweise. Informieren Sie uns, wenn diese Info falsch ist.
    Wir haben jetzt in der 28. KW 2007 den Züchter von Manolo (Marco) per Mail gebeten, die Käufer von Mano's Bruder Max und Schwester Merlin (Wir kennen den Namen des Züchters auch) über die Gründe seines Todes zu informieren und diese Züchter zu bitten, die Zucht mit den beiden umgehend einzustellen. Antwort steht noch aus. (19.07.2007).
    Allerdings hat es zwischenzeitlich mehrere Drohanrufe gegeben, die noch nicht mal anonym waren.

Fazit fürs erste ...
Im Oktober '07 haben wir uns entschlossen, unsere, und die Sicherheit unserer Hunde (!) nicht weiter zu gefährden, und werden uns (in diesem Fall) zunächst zurückhalten, was nicht heißt, daß wir unsere Beobachtungen beenden. Oder wie heißt es so schön:
'Big Brother is watching you'...

Top-Aktueller Nachtrag von 10/07: Inzwischen haben wir ganz brisante Neuigkeiten zu diesem Thema, die wir im Moment noch nicht veröffentlichen können. Aber - warten lohnt sich.
 

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